Pößneck. Gesundheit. Versorgung. Prävention. Das sind die drei Worte, die den künftigen Nutzen für die Menschen in Pößneck widerspiegeln. Denn die Privatinvestoren Lydia und Mario Huber lassen mit Unterstützung von Fördermit- telgebern ihre denkmalgeschützte, ehemalige Grundschule Am Park aus einem Dornröschenschlaf erwachen. Ein Therapiezentrum auf drei Etagen soll bis Ende des Jahres entstehen. Ohne abschließend zu wissen, wie teuer das Bauvorhaben wirklich wird, rechnet der 46-jährige Bauherr mit Kosten von etwa drei Millionen Euro. Aktuell, sagt er beim Deckenfest im April, haben er und seine Frau schon etwa eine Million Euro ausgegeben. Diese Summe entsprach in etwa der ersten Kalkulation, die um 2020 erstellt wurde. Die Baupreise seien allerdings – zum Ärger vieler – danach explodiert. Wie sich der aktuelle Iran-Krieg weiter auswirke, sei freilich nicht abzusehen, doch es könnte sich auf das Projekt auswirken, ist er sich sicher. Dankbar zeigt er sich gegenüber der Stadt Pößneck und dem Land Thüringen, die das Projekt bezuschussen. „Ohne sie wäre das alles nicht möglich“, sagt Huber. Hauptauftragnehmer ist die Baufirma Taubert aus Greiz. Ihre Bauarbeiter setzen mit weiteren Gewerken Hubers Vorstellungen seit rund zwei Jahren um. Die Planungen reichen jedoch schon bis ins Jahr 2018 zurück. Tim Kraus von der Bauplanungsgesellschaft Beierlein + Weise aus Knau verantwortet das Projekt. Worin sieht er die Herausforderungen? „Es ist alles eine Herausforderung“, antwortet er nach einer kurzen Bedenkpause.
Kraus zählt auf: Statik, Gründung, echter Hausschwamm, denkmalgeschützte Fassade und Fenster, „ungünstige“ Raumhöhen, Deckenbalken, Tragwerk, eigens eingezogene Stahlträger, ein neuer Aufzugsschacht, Brand- und Schallschutz, neue Sanitärräume, ein in den Bestand integrierter Anbau in Glas-Stahl-Optik mit Terrasse, eine Pelletheizung sowie Solaranlage. Die Liste ist noch deutlich länger. Im Inneren sind schon viele Trockenbauwände zu sehen. Die Farbe Grün soll sich durch das gesamte Therapiezentrum ziehen. Im Außenbereich wird der gesamte ehemalige Schulhof vom Asphalt befreit, wie der Planer ankündigt. Sogenanntes ÖkoPflaster, durch das Oberflächenwasser versickern kann. „Vier Ladesäulen für E-Au- tos, drei für E-Bikes werden gebaut. Zudem sind ausreichend Parkflächen für die Patienten vor- gesehen“, informiert er weiter. Da das Gebäude im künftigen Gelände der Landesgartenschau 2030 liegt, werde die Straße An der Berufsschule – das Therapiezentrum hat die Hausnummer 2 – grundhaft saniert, hieß es auch schon im Stadtrat Pößneck. Ein Garagenkomplex im Umfeld soll demnächst abgerissen werden. Denn der Hang zwischen Streichgarn-Areal und der ehemaligen Grundschule in Richtung Ethel- und-Julius-Rosenberg-Platz ist bereits vorbereitet, um dort einen neuen Aufgang zu errichten. Lydia Hubers Wunsch an die LGS-Macher ist, dass bei der Neugestaltung der Umgebung, öffentlich nutzbare Trainingsgeräte, Bewegungsmöglichkeiten und ähnliche Angebote integriert werden. Diesem Wunsch möchte die Stadt in ihren Ankündigungen sogar nachkommen: Ein inklusives Spielfeld für Jugendliche und Erwachsene mit Streetsoccer, Basketball und Fitnessgeräten soll entstehen. – Marcus Cislak
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Therapiezentrum, Heilpraxis, Prävention & Physiotherapie Huber
Mittelweg 20
07381 Pößneck
Heilpraktikerin Lydia Huber
Telefon: 03647 / 418126
Fax: 03647 / 5252630
E-Mail: info@thera-vivo.de
Öffnungszeiten:
Mo. – Do. 7:30 bis 15:00 Uhr
Fr. nach Vereinbarung
